Storytelling

Fünftägiger Erzählworkshop: Der letzte Augenblick – Von Wandel, Abschied und Neubeginn erzählen

Montag, 23. bis Freitag, 27. November 2026 in Marburg-Ginseldorf  

Eine Woche lang widmen wir uns einem der ältesten und zugleich gegenwärtigsten Themen menschlichen Erzählens: dem Tod – als Ende, als Übergang, als Loslassen von Altem und Beginn für Neues, als Figur und als Geheimnis. In diesem Workshop erkunden wir traditionelle Geschichten, Märchen und Mythen aus verschiedenen Kulturen und fragen: Wie wird vom Tod erzählt? Welche Bilder, Stimmen und Bedeutungen finden sich in den Erzähltraditionen? Welche tragen wir? Und wie können wir selbst solche Geschichten lebendig und berührend weitergeben? Wir experimentieren mit unterschiedlichen Facetten des Todes: als furchteinflößende Gestalt, als Begleiter, als Erlöser, als Wandlungskraft. Der Workshop richtet sich an Anfänger ebenso wie an Fortgeschrittene. Im gemeinsamen Erzählen, Zuhören und Ausprobieren entwickeln wir ein Gespür für unsere Sprache, Rhythmus und Präsenz. Neben der Arbeit an überlieferten Stoffen gibt es Raum für eigene Zugänge, Reflexion und Austausch. Wir üben mit Stimme, Körper und innerer Haltung unsere Geschichte zu erzählen.

Der Kurs ist eingebettet zwischen dem Totensonntag und dem 1. Advent, einer Zeit, die sowohl Anlass als auch Rahmen für unsere gemeinsame Reise ist: Tage des Erinnerns, des Innehaltens und des bewussten Übergangs. Eine Einladung, sich einem großen Thema erzählerisch zu nähern und diese Zeit in Gemeinschaft und Verbundenheit zu feiern – behutsam und lebendig. Zum Abschluss können alle, die wollen für ein kleines Publikum ihre Geschichte frei und mündlich erzählen.

Maximale Zahl der Teilnehmenden: 12

Zeit: Kurszeiten sind von Montag, 23. bis Freitag, 27. November 2026 von 9:00 – 12:30 & (bis auf Freitag) 14:00 -16:00 Uhr. 

Ort: Marburg-Ginseldorf. (Bus 11 fährt vom Marburger Hauptbahnhof in neun Minuten in dieses schöne Dorf. Nächste Bahnstation ist Bürgeln.)  
Kosten: 350 Euro


Dozentin: Christine Lander ist freiberufliche Erzählerin und Dozentin für freies Erzählen. Sie hat Theaterpädagogik (MA 2006) und Geschichts- und Südasienwissenschaften (M.A. 2003) studiert. Seit 2007 erzählt sie auf internationalen Festivals, in Theatern, Bibliotheken, Museen, solo, von Musik begleitet, oder im bilingualen Duo. Besonderen Schwerpunkt legt sie in ihren Programmen auf die Kombi traditionelle Geschichten und Biografie. Sie ist bei dem Schulprojekt ErzählZeit von Anfang an dabei. Ebenfalls in Berlin kuratiert sie die Reihe „Geschichtentheater“ am Humboldt-Forum. An der Universität der Künste und beim Erzählkunst e.V. , Berlin lehrt sie das Freie Erzählen. Sie ist vom Verband VEE anerkannte Ausbilderin. Weitere Infos: https://christine-lander.de/

Ko-Leitung: Kerstin Veigt ist als Ethnologin, Meditationslehrerin und spirituelle Begleiterin auf dem Weg des Herzens in Marburg selbständig. Sie hat viele Jahre Kurse zum Thema Trauer, Tod und Sterben für Pflegeschüler:innen gegeben. Kerstin begleitet den Erzählkurs mit inhaltlichen Inspirationen und meditativen Einstimmungen sowie als organisatorische Ansprechpartnerin.

Für Fragen und Kurs-Anmeldungen: kerstin.veigt@posteo.de oder 0176-23298889.

Eine Kooperation mit:

Die Flöte der Unendlichkeit
spielt fort und fort,
und ihr Ton heißt Liebe.
Wenn Liebe alle Grenzen überspringt
erreicht sie die Wahrheit.
(Kabir)